Torsten Roeder

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Alle hier verfügbaren Noten können gern für Aufführungen und für sonstigen, nichtkommerziellen Gebrauch (z.B. Studium und Lehre) verwendet werden. Alles andere (z.B. Veränderungen am Dokument oder Veröffentlichung) muss individuell verabredet werden.

Ich erstelle die Noten mit LilyPond. Wer brennend an dem Quellcode interessiert ist, kann sich gerne an mich wenden.

Wie man LilyPond auf Windows verwenden kann

Nachdem ich das auf Linux wunderbar laufende LilyPond-Editor Frescobaldi schätzen gelernt habe, wollte ein ähnliches Tool unbedingt auch auf einem Windows-System einrichten. Die Lösung, welche ich als optimal empfinde, läuft mithilfe von jEdit. Dies ist ein Editor-Programm, welches mithilfe von Plugins für die verschiedensten Zwecke individuell angepasst und erweitert werden kann. Für LilyPond steht ein Plugin zur Verfügung, das sich ganz bescheiden LilyPondTool nennt. Im wesentlichen stellt es einen LilyPond-Editor mit integrierter PDF-Vorschau und MIDI-Player zur Verfügung.

Wie richtet man das ein? Es funktioniert alles etwas ungewohnt: Anstatt ein einzelnes Program zu installieren, welches sofort startklar ist, ist eine Reihe von Komponenten zu installieren, aus deren Zusammenspiel sich dann die Lilypond-Benutzeroberfläche ergibt. Unter Linux geht so etwas prinzipiell etwas einfacher, aber auch unter Windows lässt sich das sauber und ohne Komplikationen umsetzen.

Zunächst ist LilyPond zu installieren. Das Programm gibt es unter lilypond.org. Nach der Installation ist der Computer in der Lage, aus Lilypond-Dateien PDF-Dateien zu erstellen. Leider geht das in der Basisversion nur über die Kommandozeile, was auf Dauer etwas umständlich ist.

Dabei hilft jEdit und das Plugin LilypondTool. jEdit gibt es unter jedit.org und ist ebenfalls kostenlos. Voraussetzung dafür ist, dass eine aktuelle Java-Version auf dem Computer installiert ist. Das tut man am besten über diese Seite.

Sobald jEdit gestartet ist, öffnet man über das Menü »Plugins« den »Plugin-Manager«. Dort geht man in den Bereich »Install«. Hier kann man ganz einfach das LilyPondTool zur Installation auswählen. Es werden weitere benötigte Komponenten hinzugeladen, dies geht alles automatisch. (Man sollte besser nicht versuchen, das LilyPondTool manuell zu installieren.)

Nun kann man sich LilypondTool nach seinen Bedürfnissen einrichten. Sinnvoll kann es sein, ein Docking-Fenster für die PDF-Vorschau und für den MIDI-Player einzurichten. Auch die Hilfe kann man als Docking-Fenster zuschalten. Dies erreicht man über den Menüpunkt »Utilities > Global Options«, dort den Unterpunkt »jEdit > Docking«.

In gleichen Dialog kann man sich unter »Shortcuts« gleich auch eine Tastenbelegung für das Starten von LilyPond zurechtlegen, zum Beispiel »Strg-L«.

Falls es Schwierigkeiten beim Abspeichern von Dateien geben sollte, hilft es möglicherweise, das Häkchen unter »Utilities > Global Options > Saving + Backup > Two-stage save« wegzuklicken.

Alles weitere erklärt sich dem LilyPond-Neuling aus der Einführung, aus dem umfangreichen Handbuch oder im Deutschen Lilypond Forum.

Herausgeber: Torsten Roeder - Stand: Oktober 2015 - Impressum